Der Pate als „geistlicher Vater“
Der Begriff Pate stammt vom mittellateinischen pater spiritualis, was geistlicher Vater bedeutet. Der Pate ist im christlichen Sinne Zeuge bei der Taufe und Namensgebung. Er ist zusammen mit den Eltern verantwortlich für die christliche Erziehung der Kinder.
Heute werden die Begriffe Pate und Patenschaft nicht lediglich im religiösen Kontext gesehen. In freireligiösen Gemeinden werden oftmals ebenfalls Paten von Kindern ernannt, die bei der Entwicklung der Heranwachsenden unterstützen. Die Begriffe werden heute vielmehr auch im übertragenden Sinne gedeutet und viele Hilfsorganisationen bieten Patenschaften für hilfsbedürftige Kinder an.
Interessante Dialekte und liebevolle Kosenamen
Für die Begriffe Patentante und Patenonkel werden in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands verschiedene Kosenamen beziehungsweise Dialekte verwendet. Es lohnt sich einen Blick auf die folgende Tabelle zu werfen.
Dialekt | Pate | Patin |
Bayrisch | Göd | God |
Saarländisch | Padd | Good |
Nordeifeler Platt | Patt | Jott / Jött |
Schwäbisch | Dede | Dode |
Rhöner Platt | Petter / Död | Dete / Döte |
Unterfränkisch | Dou / Bad | Dout / Badin |
Siegerländer Platt | Patte | Gurel |
Rheinland-Pfalz | Pättche | Jüttche |
Alemannisch | Götti | Gotte |
Hessisch | Patte / Pätter | Godel / Gode |
Österreichisch Mundart | Göd | Gode / Godl |
Schweizer Mundart | Götti | Gotte |
Wie nennt Ihr Eure Patentante oder Euren Patenonkel? Schreibt uns unter mail@taufination.de.